Aggression und Verhalten

Wenn zwei sich begegnen

Konfliktträchtige Hundebegegnungen sind ein Albtraum für viele Halter. Schnell ist dann die Rede vom „aggressiven“ Hund. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um eine innerartliche Aggression – ein natürliches Verhalten der Vierbeiner und soziales Regulativ.

 

Die Gesellschaft sieht Aggressivität grundsätzlich als etwas Negatives, etwas Böses und Feindseliges an. Dabei bedeutet das lateinische Verb aggredi, von dem auch unser heutiger Aggressionsbegriff herstammt, sowohl die friedliche als auch die feindliche Annäherung. Auch wir Menschen können erst in der persönlichen Interaktion mit unserem Gegenüber Grenzen einfordern, Nein sagen und für unsere Bedürfnisse einstehen. Für Hunde ist das innerartliche Aggressionsverhalten biologisch völlig normal, und es impliziert keineswegs, dass der betreffende Hund gefährlich ist. Aggressive Kommunikation mit ihren Drohgebärden ist nicht böse gemeint, sondern hilft unseren Vierbeinern, Beziehungen zu etablieren und zu kooperieren. Dies geschieht durch ständiges Ausloten und Abgleichen ihrer Befindlichkeiten und Bedürfnisse. Die Aggression ist somit ein unerlässlicher Bestandteil des Sozialverhaltens.

 

Es gibt dabei zwei Formen: Die offensive Aggression – der Angriff – und die defensive Aggression – die Abwehr oder Flucht – mit ihren unterschiedlichen Eskalationsstufen. Das Ausmaß der Bereitschaft zu all dem ist vielschichtig und hängt von vielen Faktoren ab. Beispielsweise von der genetischen Disposition, den persönlichen Lernerfahrungen, von Alter, Geschlecht, dem aktuellen physischen und psychischen Zustand und natürlich der jeweiligen Situation.

 

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