Auch das Gehirn der Hunde altert, und mit der Zeit schwinden ihre kognitiven Fähigkeiten. Doch mit kleinen, aber effektiven Übungen und speziellen Nahrungsergänzungen lässt sich der Prozess positiv beeinflussen. Auch Stress reduzieren ist ein wichtiger Faktor. Ständige Über- oder Unterforderung macht auf Dauer physisch und psychisch krank.
Tipp 1: Routine durchbrechen
Tägliche Spaziergänge sind wichtig, aber immer dieselbe Strecke wird auf Dauer langweilig. Schon ein simpler Richtungswechsel oder das Verlassen bekannter Pfade auf kurzen Runden bringt neue Reize und Abenteuer in den Alltag.

Tipp 2: Waldbaden
Eintauchen in die wohltuende Atmosphäre des Waldes ist Balsam für die Seele. Es fördert Achtsamkeit, baut Stress ab, kräftigt das Immunsystem und senkt den Blutdruck – eine Wohltat für die geistige und körperliche Fitness des Hundes.
Tipp 3: Suchen und Finden
Verstecken und Entdecken machen nicht nur Spaß, sondern sind eine optimale geistige Auslastung. Das funktioniert immer und überall, ob draußen oder drinnen. Auch Schnüffelteppiche und Intelligenzspielzeuge sind hilfreich.
Tipp 4: Einer Spur folgen
Fährtenarbeit liegt Hunden im Blut und verlangt volle Konzentration, fordert die Nase und beschert jede Menge Glücksgefühle. Angebote gibt es viele, doch schon eine
einfache Spur, beispielsweise mit Leberwurstwasser auf der Wiese reicht, um klein anzufangen.
Tipp 5: Fitness üben

Besonders wirkungsvoll für alle Sinne sind Balance- und Geschicklichkeitsspiele wie das Überqueren eines Baumstamms, der verspielte Doggy Twist, bei dem Bello sich elegant um die eigene Achse dreht, oder das beherzte Überspringen kleiner Hindernisse. Selbst einfache Übungen wie Männchen machen oder Pfötchen geben schulen die Beweglichkeit und Koordination.
Tipp 6: Intelligenz fördern
Das Erlernen kleiner Tricks oder das Unterscheiden verschiedener Gegenstände macht klug. Dabei steht nicht die Leistung im Vordergrund, sondern die Stärkung von Kurz- und Langzeitgedächtnis durch Lernen, Verstehen und kreatives Problemlösen.
Tipp 7: Nährstoffe füttern
Omega-3-Fettsäuren aus Algen, Chia- und Leinsamen nähren die grauen Zellen. Blaubeeren, Cranberrys, Spinat und Süßkartoffeln schützen mit ihren kraftvollen Antioxidantien das Gehirn. Für starke Nerven sorgen B-Vitamine, die in Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten reichlich vorhanden sind. CBD kann helfen, den kognitiven Abbau zu verlangsamen und Angstzustände zu mildern, während Produkte mit Ginkgo die Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessern.
Tipp 8: Stress reduzieren
Ein gewisses Maß an Stress gehört zum Leben. Doch dauerhafte Über- oder Unterforderung, fehlende Erholungsphasen, ständige Reizüberflutung oder Isolation fordern
ihren Tribut – auf körperlicher wie psychischer Ebene. Es gibt ein paar einfache Dinge, mit denen jeder Halter seinen vierbeinigen Gefährten beim Runterkommen und
Stressabbau unterstützen kann. Klare Strukturen und feste Routinen sowie reizarme Rückzugsorte sind hilfreich.

Tipp 9: Achtsamkeit schulen
Hunde sind feinfühlige Beobachter und spiegeln die Stimmung ihres Menschen. Wer selbst angespannt ist, überträgt unwillkürlich diese Unruhe. Kurze Achtsamkeitsübungen oder bewusstes Atmen helfen, die eigene Energie zu zentrieren. Über die sogenannte Co-Regulation kann sich der Hund dieser Ruhe anschließen.
Tipp 10: Für Ruhe sorgen
Einfach nur so Herumliegen und Dösen ist für alle Pfoten ein wichtiger Teil ihres tierischen Rückzugs. Das echte Ruhebedürfnis ist unterschiedlich und liegt in der Regel zwischen 16 und 18 Stunden. Welpen und Senioren brauchen erfahrungsgemäß etwas mehr Schlaf, bis zu 20 Stunden am Tag. Erst in der Tiefschlafphase findet die Regeneration statt. Übrigens gehört die Impulskontrolle zu den größten Herausforderungen des Gehirns – es ist also von immenser Bedeutung, dass die Vierbeiner sich erholen und ihre Lernaufgaben verarbeiten können.




