Hunde, die ihr Futter herunterschlingen, sind gleich in zweierlei Hinsicht gelackmeiert: Sie haben keine Freude am Fressen und überfordern ständig ihren Magen. Dazu kommen gesundheitliche Risiken. Dieser Anti-Schlingnapf SoulBowl soll das verhindern. Wir haben uns das drehbare Labyrinth einmal genauer angeguckt.
Weimarener Hunter und Australian Shepherd-Labradormischling Milo inspirierten durch ihr extremes Fressverhalten die Herrchen David Tenné und Morice Ziegler zur Entwicklung der SoulBowl. Besonders bei Hunter stellte sich heraus, das bisherige Anti-Schlingnäpfe keine wirkliche Hürde darstellten und Magen-Darm-Probleme bei ihm an der Tagesordnun
g waren. Deshalb entwickelten die beiden eine innovative Idee: Sie sollte das hastige Fressen dauerhaft einschränken und die Hunde gleichzeitig beschäftigen.
Die Lösung ist ein drehbares Labyrinth, das sich bei jeder Mahlzeit verändert und zudem geistige Auslastung bietet. Jetzt muss sich Bello anstrengen, um an sein Futter zu gelangen. Im Inneren des Napfes sind sieben drehbare, flexibel einstellbare Kunststoff-Puzzles angeordnet, die eine gewisse Zungenfertigkeit erfordern. Sie bieten Abwechslung und geistige Auslastung zugleich. Fressen und kognitives Training in einem – na bitte! Die SoulBowl lässt sich mit jeglichem Futter befüllen, ist spülmaschinengeeignet und made in Germany. https://davybarkmo.com
Gesundheitliche Aspekte
Hastiges Fressen gehört zwar zur Natur des Hundes, kann aber auf Dauer gesundheitsschädlich sein. Die geschluckte Luft verursacht häufig Blähungen und Bauchschmerzen. Weil bei dieser Fresstaktik kaum gekaut wird, kommt es zu einer Magenübersäuerung und Lockerung der Zähne. Auch Übergewicht lässt sich darauf zurückführen. Außerdem haben diese Tiere ein größeres Risiko für eine Magendrehung.
Verhaltenstechnische Aspekte
Es gibt Rassen, die können einfach nicht anders – Labradore und Beagles zum Beispiel. Doch das sehr schnelle Herunterschlingen hat noch andere Ursachen. Besonders
unterforderte Tiere, die viel allein gelassen werden, neigen zu diesem Verhalten. Für sie ist Futter der Höhepunkt des Tages. Andere müssen sich gegen die Konkurrenz durchsetzen oder haben schon als Welpen gelernt, wer zuerst am Napf ist, bekommt den dicksten Brocken ab.
Produkttesterin Jacky gibt alles

Kaum ist der Napf gefüllt, schon steckt die Jack Russell-Beagle-Hündin ihre Schnauze hinein, verzehrt binnen weniger Sekunden alles und leckt die Schüssel vorbildlich sauber. Anschließend sitzt sie erwartungsvoll daneben, und ihr Blick sagt: „Hey, war das etwa schon alles?“ Mit vollem Magen schleppt sie sich ins Körbchen und braucht nun eine lange Ruhepause um die „Wackersteine“ in ihrem Bauch zu verdauen.
Jacky ist unser Familienhund und eine bezaubernde Hundedame. Am Napf jedoch vergisst sie all ihre gute Erziehung und Manieren. Befindet sich ein weiterer Artgenosse in der Küche, wird dieser gnadenlos zur Seite geschubst, und auch dessen Napf noch bearbeitet. Das lässt sich natürlich nicht jeder gefallen, das macht es für uns unmöglich die Hundemahlzeiten unbeaufsichtigt zu lassen. Kann die SoulBowl hier eine adäquate Lösung bieten?
An den Napf und fertig los!
In der Mitte und am Rand der SoulBowl sind die Hindernisse fest eingebaut. Dazwischen befinden sich die sechs drehbaren und verwinkelten Scheiben des Labyrinths. Das Nassfutter muss zunächst darin eingefüllt und in den Nischen versteckt werden. Bei Trockenfutter wäre das etwas einfacher. Kaum steht das Gefäß auf dem Boden, beginnt Jacky mit der Arbeit. Doch siehe da: Sie muss sich nun viel mehr anstrengen, um die Brocken zu erwischen. Akribisch arbeitet sie sich vor, jede kleinste Ecke und Kurve wird mit der Zunge ertastet und abgeschleckt. Aus gefühlten fünf Sekunden werden so mehrere Minuten.

Material & Sauberkeit
Der Napf besteht laut Hersteller aus BPA-freem, laborgetesteten ABS-Kunststoff. Er hat einen Durchmesser von 28 Zentimetern, eine Höhe von 7,5 Zentimetern und wiegt 770 Gramm. Nach dem großen Fressen kommt er zur Reinigung in die Spülmaschine. Bei dieser Größe entsteht jedoch ein Problem, denn das Produkt nimmtn den gesamten unteren Bereich ein und das Labyrinth wird, vor allem in den Nischen, nicht immer vollständig sauber. Deshalb müssen wir entweder immer vorspülen oder doch lieber gleich von Hand abwaschen.
Das Fazit
Als Erstes fällt uns auf, dass Jacky deutlich weniger gestresst und die Nahrungsaufnahme zufriedener verläuft. Der ständige Ich-will-noch-mehr-Blick verschwindet bereits nach kurzer Zeit. Jeden Tag verändern wir die Muster des Labyrinths. Es sind nur kleine Drehungen, doch diese zeigen offenbar Wirkung. Zwar bekommen wir nicht mit, wie unsere Hündin das mental verarbeitet, aber die SoulBowl bietet jeden Tag ein spannendes Erlebnis und bremst ihr Schlingen deutlich aus.

Dank der Noppen unter dem Napf bleibt dieser auch bei größter Anstrengung auf seinem Platz. Das ist sehr praktisch und sorgt endlich für Ruhe. Optisch gefällt uns die Farbe der SoulBowl weniger, aber das ist natürlich Geschmackssache. Ansonsten finden wir das Prinzip und die kognitiven Herausforderungen für Jacky großartig. Futter und Beschäftigung in einem zu verbinden, ist eine tolle Idee, die hier artgerecht umgesetzt wurde. Dafür gibt es ein dickes Lob und von Jacky vier Pfoten. Suzanne Eichel
Noch ein paar Infos:
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