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	<title>Unterordnung Archive - City Dog</title>
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	<description>Das Magazin für Deutschlands Hundemetropolen</description>
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		<title>Unterwerfung des Hundes &#8211; Wo rohe Kräfte sinnlos walten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Suzanne Eichel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2021 07:00:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Unterwerfungsgebärden signalisiert ein Hund seinem Gegenüber, dass keine Gefahr von ihm ausgeht. Diese Form der Unterordnung dient dazu, Konflikte und Auseinandersetzungen zu vermeiden und einen möglichen Aggressor zu besänftigen. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.citydog24.de/2021/12/06/unterwerfung-des-hundes-wo-rohe-kraefte-sinnlos-walten/">Unterwerfung des Hundes &#8211; Wo rohe Kräfte sinnlos walten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.citydog24.de">City Dog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit Unterwerfungsgebärden signalisiert ein Hund seinem Gegenüber, dass keine Gefahr von ihm ausgeht. Diese Form der Unterordnung dient dazu, Konflikte und Auseinandersetzungen zu vermeiden und einen möglichen Aggressor zu besänftigen. Anders verhält es sich, wenn der Mensch seinen felligen Gefährten auf den Rücken dreht, um ihn zu bestrafen. Aber ist der „Alpha-Wurf“ wirklich notwendig?</strong></p>
<p>In der modernen Hundeerziehung wissen wir, dass nur der sich unterwirft, der sich unterwerfen lassen will. Alles andere ist letztendlich ein Kräftemessen, einer Art der körperlichen Auseinandersetzung oder Ausdruck der Hilflosigkeit des Menschen. Dadurch kann auch ein Vertrauensverlust des Hundes resultieren.</p>
<h2>Hund zeigen Demutsverhalten</h2>
<figure id="attachment_3713" aria-describedby="caption-attachment-3713" style="width: 269px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Spiel.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-3713" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Spiel-300x200.jpg" alt="" width="269" height="179" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Spiel-300x200.jpg 300w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Spiel-768x512.jpg 768w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Spiel-150x100.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Spiel-600x400.jpg 600w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Spiel-696x464.jpg 696w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Spiel-630x420.jpg 630w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Spiel.jpg 800w" sizes="(max-width: 269px) 100vw, 269px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3713" class="wp-caption-text">Hunde unterwerfen sich im Spiel<br />©ARC Photography &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p>Wenn Hunde sich gegenseitig unterwefen, handelt es sich dabei um Demutsverhalten. Der Schweizer Verhaltensforscher Rudolf Schenkel definiert dieses Auftreten der Wild- und Haushunde motivationsabhängig als das „Streben des Unterlegenen nach freundlicher, harmonischer sozialer Integration“. Es wird dabei zwischen aktiver und passiver Unterwerfung unterschieden. Eine aktive Demutsgeste zeigt sich darin, dass bei einer Begegnung vorwiegend bekannter Hunde der eine von sich aus klar signalisiert, dass er nichts Böses im Schilde führt.</p>
<p>In der Tierwelt nutzt der Nachwuchs aktives Demutsverhalten, um die Mutter zum Hervorwürgen vorverdauter Nahrung zu bewegen. Erwachsene Vierbeiner nutzen die aktive Unterordnung bei der gegenseitigen Begrüßung verpaarter oder sich wohlgesonnener Tiere  – wie auch bei der Begrüßung des vertrauten Menschen. Es ist also ein wichtiger Ausdruck zur Verminderung sozialer Distanz.</p>
<h2>Passive Demut ist Teil des Sozialverhaltens<strong><br />
</strong></h2>
<p>Die passive Demut lernt der Welpe schon während der Reinigung der Anogenitalzone durch die Mutter. Er bleibt liegen oder verharrt in der eingenommenen Position. Durch das Lecken und Massieren des hinteren Bauchabschnitts unterstützt die Hündin das Urinieren und Koten ihres Nachwuchses.</p>
<p>Die passive Unterwerfung wird später im sozialen Kontext von anderen Hunden eingefordert. Derjenige, der sich bedroht fühlt, aber unterlegen ist, zeigt seinen Bauch, indem er sich demütig auf die Seite oder den Rücken legt. Er dreht den Kopf weg, vermeidet Blickkontakt oder fängt an, mit den Pfoten zu beschwichtigen.</p>
<p>Auch das sogenannte Unterwürfigkeitsgrinsen gehört dazu. Dabei sieht das Gesicht sehr glatt, fast welpenhaft aus, die Mundspalte ist lang, die Mundwinkel leicht nach oben gezogen. Das Signal lautet: „Von mir geht bestimmt keine Gefahr aus, so tu auch du mir nichts.“</p>
<figure id="attachment_3714" aria-describedby="caption-attachment-3714" style="width: 378px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Welpe.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-3714" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Welpe-300x127.jpg" alt="" width="378" height="160" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Welpe-300x127.jpg 300w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Welpe-768x324.jpg 768w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Welpe-150x63.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Welpe-600x254.jpg 600w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Welpe-696x294.jpg 696w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2021/12/Hundeerziehung-Unterwerfung-Welpe.jpg 800w" sizes="(max-width: 378px) 100vw, 378px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3714" class="wp-caption-text">Der Welpe zeigt Bauch<br />©Africa Studio &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p>Im Zusammenleben mit den Zweibeinern zeigen Hunde übrigens Demutsgesten, indem sie unter anderem die Hände ihres vertrauten Partners lecken.</p>
<h2>Macht ausüben führt zu Vertrauensbruch<strong><br />
</strong></h2>
<p>Bei dem Vierbeiner geht es also um Deeskalation, während der Mensch mit Unterwerfung seine Macht signalisieren und bestrafen will. Der berühmte „Alpha-Wurf“ ist leider immer noch für viele Trainer und Halter eine Methode, den Hund zu maßregeln und zu zeigen, wer das Sagen hat. Oder geschieht in Situationen, wo das Maß des Tierbesitzers voll ist und dieser sich nicht mehr anders zu helfen weiß.</p>
<p>Ein Lernerfolg wird damit nicht verknüpft. Viele Hunde lernen durch das pauschale &#8222;auf den Rücken legen&#8220; lediglich auszuweichen und zu beschwichtigen. Was aber eigentlich von ihnen erwartet wird, verstehen sie dadurch nicht. Die Message kommt nicht an, da nützt auch das Festnageln am Boden nichts.</p>
<p>Es ist nahezu tragisch, wenn sich Tierbesitzer von der Öffentlichkeit gezwungen sehen, das richtige Verhalten ihres (per se „gefährlichen“) Hundes auf diese Art zu bestrafen. Nur weil entgegekommende Halter von tierischer Körpersprache nichts verstehen, Angst vor Hundebegegnungen haben oder erwarten, dass beispielsweise ein grobmotorischer Jungspund, aufdringlicher Rüde oder eine Übersprungshandlung der Felldame grundsätzlich geahndet werden muss. Für den eigentlichen Vierbeiner bricht damit oft eine Welt zusammen und zerstört das Vertrauen in ihren Menschen.</p>
<h3>Keine Berechtigung für den &#8222;Alpha-Wurf&#8220;</h3>
<p>Der „Alpha-Wurf“ hat in der Erziehung unseres Familienhundes so gut wie keine Berechtigung mehr. Ihn mit roher Gewalt auf die Seite zu werfen, nur um unsere Dominanz zu demonstrieren, entspricht keinesfalls einem gewaltfreien Umgang. Wo rohe Kräfte sinnlos walten, kann sich kein nachhaltiger Lernerfolg einstellen.</p>
<p>Hunde haben sich an uns Menschen angepasst und möchten uns gefallen. So lassen sie es eben zu, zumindest die meisten von ihnen, dass sie auf den Rücken gedreht werden. Ich hoffe aber sehr, dass jeder Tierbesitzer in der Lage ist, die Überraschung, Ungläubigkeit, das Unverständnis und im schlimmsten Fall die Angst in den Augen seines felligen Partners zu erkennen, wenn er auf diese Weise unterworfen wird. Das Einzige, was der Vierbeiner wirklich versteht, ist die Unberechenbarkeit seines Menschen.</p>
<figure id="attachment_1850" aria-describedby="caption-attachment-1850" style="width: 311px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hund-und-Recht-Ansteckung-Corona-Pandemie.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-1850" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hund-und-Recht-Ansteckung-Corona-Pandemie-300x200.jpg" alt="" width="311" height="207" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hund-und-Recht-Ansteckung-Corona-Pandemie-300x200.jpg 300w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hund-und-Recht-Ansteckung-Corona-Pandemie-768x512.jpg 768w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hund-und-Recht-Ansteckung-Corona-Pandemie-150x100.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hund-und-Recht-Ansteckung-Corona-Pandemie-600x400.jpg 600w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hund-und-Recht-Ansteckung-Corona-Pandemie-696x464.jpg 696w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hund-und-Recht-Ansteckung-Corona-Pandemie-630x420.jpg 630w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hund-und-Recht-Ansteckung-Corona-Pandemie.jpg 800w" sizes="(max-width: 311px) 100vw, 311px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1850" class="wp-caption-text">Mehr mit Verstand, als mit Dominanz agieren<br />©nd3000 &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p>Nur mit Motivation und positiver Verstärkung alleine erreichen wir allerdings auch nicht immer den gewünschten Erfolg. Hunde werden uns besser verstehen, wenn wir uns ihrer Kommunikationsformen bedienen.</p>
<p>Hierzu gehört beispielsweise, den Vierbeiner in der Bewegung einzuschränken und sowohl mit Körperspannung als auch Mimik seine Aufmerksamkeit, ein Zuhören und letztendlich seine Kooperation einzufordern. Das erwarte ich von meinen Freunden auf vier Pfoten, nicht jedoch, dass sie sich unterwerfen. Maike Frenzel</p>
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		<title>Die größten Mythen in der Hundeerziehung</title>
		<link>https://www.citydog24.de/2020/03/23/die-groessten-mythen-in-der-hundeerziehung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Suzanne Eichel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2020 10:04:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mythos 1 Unerwünschtes Verhalten bedeutet keine oder schlechte Bindung Der Hund reagiert nicht zuverlässig auf den Rückruf, jagt lieber, ist äußerst erkundungsfreudig, findet das Spiel mit anderen Menschen oder Artgenossen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Mythos 1 <em>Unerwünschtes Verhalten bedeutet keine oder schlechte Bindung</em></h2>
<p>Der Hund reagiert nicht zuverlässig auf den Rückruf, jagt lieber, ist äußerst erkundungsfreudig, findet das Spiel mit anderen Menschen oder Artgenossen interessanter, will das geliebte Spielzeug nicht abgeben oder ist an der Leine ständig im Schnüffelmodus? Die Liste der unerwünschten Verhaltensweisen, die oft einer schlechten Bindung in die Schuhe geschoben werden, könnte geradezu endlos sein. Auch das Internet ist voll mit Test-Fragebögen zur Bindungsqualität. Die Aussage aber, dass unerwünschtes Verhalten auf einer schlechten Beziehung basiert, ist nicht nur demoralisierend für den Hundehalter und stellt seine Sozialkompetenzen inFrage &#8211; sie ist schlichtweg falsch!</p>
<figure id="attachment_1846" aria-describedby="caption-attachment-1846" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Unsinn.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1846" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Unsinn-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Unsinn-300x200.jpg 300w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Unsinn-768x512.jpg 768w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Unsinn-150x100.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Unsinn-600x400.jpg 600w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Unsinn-696x464.jpg 696w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Unsinn-630x420.jpg 630w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Unsinn.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1846" class="wp-caption-text">Hunde dürfen auch mal Unsinn machen<br />©pololia &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p><strong>Darum geht es:</strong> Eine stabile Bindung ist exklusiv und als sozial-emotionale Verbundenheit nicht austauschbar. Die Grundlage dafür bildet das Vertrauen in die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des Partners. Für den Hund bedeutet Bindung, durch seinen Halter soziale Nähe zu erfahren, sich beschützt zu fühlen, angstfrei die Welt erkunden und sich ausprobieren zu können.</p>
<h2>Mythos 2 <em>Zuwendung bestärkt die Angst</em></h2>
<p>Ein sich hartnäckig haltender Klassiker, den Halter mit ängstlichen Hunden sehr oft zu hören bekommen, ist der Ratschlag, den Hund zu ignorieren, weil sie ihn sonst in seiner Angst bestätigten. Oder aber der Satz „Da muss er durch“, wenn der Vierbeiner in einer Situation, die ihm nicht geheuer ist, Schutz bei seinem Menschen sucht. Diesem wird dann noch geraten, sich zu entfernen und Bello</p>
<figure id="attachment_1842" aria-describedby="caption-attachment-1842" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Bindung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1842" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Bindung-300x240.jpg" alt="" width="300" height="240" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Bindung-300x240.jpg 300w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Bindung-768x614.jpg 768w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Bindung-150x120.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Bindung-600x480.jpg 600w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Bindung-696x557.jpg 696w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Bindung-525x420.jpg 525w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Bindung.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1842" class="wp-caption-text">Eine gute Bindung entsteht durch Geduld und Fürsorge<br />©isavira &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p>sich selbst zu überlassen. Sehr gerne genommen auch der Spruch: „Hunde regeln alles untereinander.“</p>
<p><strong>Darum geht es:</strong> Eine unangenehme Emotion wie Angst und Furcht kann durch positiv bewertete Zuwendung nicht verstärkt werden! Ignorieren wiederum überlässt den Hund seinem Schicksal. Und je länger die Hilfe für ihn ausbleibt, desto schlimmer die Folgen. Panikattacken, Phobien, Handlungsunfähigkeit oder auch Aggression sind dann oft die traurige Konsequenz.</p>
<h2>Mythos 3 <em>Knurren ist böse und muss unterbunden werden</em></h2>
<p>Hunde verfügen über eine große Bandbreite an Signalen und Lauten, um mit der Umwelt zu kommunizieren. Knurren ist auch nur ein Kommunikationsmittel, um eine bestimmte Empfindung mitzuteilen. Für den Menschen kommt die Lautgebung oft überraschend, weil er auf die vorausgegangenen Signale seines Vierbeiners nicht geachtet hat. Das kann zur Beschwichtigung ein Sich-Klein-Machen, Kopfwegdrehen, Pföteln oder Maulwinkellecken gewesen sein, oder zum Abbruch einer Verhaltensweise ein strenger Blick, Stirn- oder Nasenrückenrunzeln, Lefzenanheben oder Querstellen. Alle Ausdrucksweisen der aggressiven Kommunikation gehören zum ganz normalen biologischen Verhaltensrepertoire der Vierbeiner – das umfasst auch die Drohgebärden. Sie sind weder böse noch schlecht, sondern ein unerlässlicher Bestandteil ihres Sozialverhaltens.</p>
<figure id="attachment_1844" aria-describedby="caption-attachment-1844" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Knurren.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1844" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Knurren-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Knurren-300x200.jpg 300w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Knurren-768x512.jpg 768w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Knurren-150x100.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Knurren-600x400.jpg 600w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Knurren-696x464.jpg 696w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Knurren-630x420.jpg 630w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Knurren.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1844" class="wp-caption-text">Knurren ist eine Form des Ausdrucks<br />©fuchs mit foto &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p><strong>Darum geht es:</strong> Knurren ist aus Hundesicht eine ernstzunehmende Kommunikation. Entsprechend macht es Sinn, die Ursachen für diesen emotionalen Laut zu erforschen. Je nach Motiv kann ein alternatives Verhalten mit dem Tier trainiert werden, es vor Gefahren zuverlässig schützen und sein Knurren auch mal als angemessenes Abwehrverhalten tolerieren.</p>
<h2>Mythos 4 <em>Der Mensch ist der Rudelführer und der Hund hat sich unterzuordnen</em></h2>
<p>Stürmt der Vierbeiner als erster durch die Tür, zieht an der Leine, markiert beim Gassigang, muss über die „Nachrichten“ seiner Artgenossen immer noch eins drüber schreiben oder macht es sich auf dem Sofa bequem? Dann wird Bello von so manchem Experten sogleich als dominanter oder sogar dominant aggressiver Hund abgestempelt, der es auf den höheren Rang des Menschen abgesehen hat und muss untergeordnet werden.</p>
<p>Dominanz ist weder eine angeborene noch dauerhaft anhaftende Eigenschaft ist. Auch stellt sich die Frage, warum wir Menschen diese Hackordnung und Machtdemonstration eigentlich brauchen. Per se haben wir doch ohnehin das Sagen. Wir entscheiden, wann der Hund zu fressen bekommt, wo er schlafen darf, wann wir mit ihm Spazieren gehen und mit wem er Kontakt aufnehmen darf.</p>
<h2>Mythos 5 <em>Nackenschütteln als Erziehungsmaßnahme</em></h2>
<p>Um den Hund zu bestrafen greift der Besitzer den Nacken des Tieres und schüttelt ihn. In der Natur kommt dieses Verhalten einer Tötungsabsicht gleich. Stammt sie doch aus der Endsequenz des Beutefangverhaltens kurz vor dem Tötungsbiss. Keine Hundemutter würde ihrem Nachwuchs das antun, also sollte auch kein Hundehalter so mit seinen Schützling umgehen.</p>
<h2>Mythos 6 <em>Vorenthalten der Nahrung</em></h2>
<figure id="attachment_1843" aria-describedby="caption-attachment-1843" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Futterentzug.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1843" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Futterentzug-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Futterentzug-300x200.jpg 300w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Futterentzug-768x512.jpg 768w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Futterentzug-150x100.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Futterentzug-600x400.jpg 600w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Futterentzug-696x464.jpg 696w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Futterentzug-630x420.jpg 630w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Futterentzug.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1843" class="wp-caption-text">Futterenzug ist einfach nur gemein<br />©rodimovpavel &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p>Körperliche Gewalt, auch einhergehend mit gesundheitlichen Schäden, und Erpressung ist das Vorenthalten der Nahrung. Sei es, dass die eigenwillige Fellnase durch tagelanges Hungern sich endlich seinem Menschen zuwenden soll oder sich ausschließlich über den Futterbeutel satt fressen darf. Das ist nicht nur tierschutzwidrig, sondern schlichtweg gemein!</p>
<h2>Mythos 7 <em>Erhöhte Liegeplätze</em></h2>
<p>Der Vierbeiner darf weder im Bett schlafen, noch andere erhöhte Liegeplätze, wie das Sofa einnehmen. Auch ein Hund liegt gerne bequem. Die Höhe ist ihm dabei egal, Hauptsache es ist kuschelig und in</p>
<figure id="attachment_1845" aria-describedby="caption-attachment-1845" style="width: 200px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Liegeplätze.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1845" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Liegeplätze-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Liegeplätze-200x300.jpg 200w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Liegeplätze-150x225.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Liegeplätze-280x420.jpg 280w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Liegeplätze.jpg 533w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1845" class="wp-caption-text">Darf der Hund aufs Sofa?<br />©Christopher Bernard</figcaption></figure>
<p>der Nähe seines Menschen. Wer den Körperkontakt auf der Couch oder im Bett nicht mag, bringt seinem felligen Partner bei, woanders zu liegen. Sollte dann aber das Bedürfnis des Kontaktliegens anders befriedigen.</p>
<h2>Mythos 8 <em>Begrüßung ignorieren</em></h2>
<p>Endlich, Frauchen oder Herrchen kommen nach Hause und ihr Hund freut sich wie verrückt. Wer ihn jetzt sofort begrüßt, gibt damit sofort seinen Alphastatus ab. Klingt schon so absurd, wie es auch ist. Selbstverständlich darf ein Begrüßungsritual stattfinden. Dies gilt übrigens auch für das Weggehen. Es hilft Tieren mit Trennungsproblemen darauf zu vertrauen, dass der Mensch immer wieder kommt. Besonders bei gestressten Hunden sind Begrüßung und Körperkontakt wichtig. Durch das Streicheln und Knuddeln sinkt durch das Bindungshormon Oxytocin der Stresspegel.</p>
<h2>Mythos 9 <em>Vorweg laufen</em></h2>
<figure id="attachment_1847" aria-describedby="caption-attachment-1847" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Vorweg-laufen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1847" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Vorweg-laufen-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Vorweg-laufen-300x200.jpg 300w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Vorweg-laufen-768x513.jpg 768w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Vorweg-laufen-150x100.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Vorweg-laufen-600x401.jpg 600w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Vorweg-laufen-696x465.jpg 696w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Vorweg-laufen-629x420.jpg 629w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/03/Hunderziehung-Mythen-Vorweg-laufen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1847" class="wp-caption-text">Den Hund im Blick haben<br />© Radoslaw Korga &#8211; Fotolia</figcaption></figure>
<p>Dem Hund ist es nicht gestattet, als erster durch die Tür zu gehen und nie vorne weg zu laufen. Geschweige denn, ihn an der Leine ziehen zu lassen. Aber kaum ein Vierbeiner kann es erwarten, wenn es nach draußen geht. Mit Alpha-Verhalten hat auch das rein gar nichts zu tun. Je nach Wohnort ist es ratsam, ihm das Warten bei zu bringen oder ihn an der Leine durch die Tür zu führen. Einfach zur Gefahrenabwehr. Und ist er gut abrufbar, darf er getrost voraauslaufen. Das Gute daran, so ist er immer im Blickfeld und kann keinen Blödsinn anstellen. Am Hinterkopf fehlen bekanntlich die Augen. Dies gilt selbstredend auch für das Führen an kurzer oder langer Leine. Ein ziehender Hund benötigt einfach ein bisschen Leinentraining.</p>
<h2>Mythos 10 <em>Anspringen, Aufreiten und Markieren</em></h2>
<p>Der wohl größte Irrtum besteht in diesem Verhalten. Anspringen oder Aufreiten wird sofort als dominant interpretiert. Stimmt nicht! Letzteres ist oft ein Zeichen für Stressabbau oder schlicht eine Übersprungshandlung. Manchmal auch sexuell motiviert. Ganz kurios wird es, wenn Bello markiert. Würden wir der Alpha- und Dominanztheorie hier Recht geben, müssten wir als Menschen sofort darüber urinieren, um unsern Status wieder herzustellen. Man stelle sich das mal im Alltag vor.</p>
<h3>Unser Fazit zu den Mythen</h3>
<p>Das Dominanzgerede mit all seinen unangemessenen Methoden sollte endlich der Vergangenheit angehören! Jegliche Ausübung von Zwang und Gewalt, Bedrohung, Zufügen von Schmerzen, ständiger Kontrolle, Verweigern von Bedürfnissen, Ignorieren und Isolation führen nur dazu, dass der Partner auf vier Pfoten sein Vertrauen verliert und schwächen die soziale Mensch-Hund-Bindung. Mit einer klaren und liebevollen Erziehung, einem gesunden Menschenverstand und Bauchgefühl geht es nicht nur besser, sondern wir helfen unseren Vierbeinern auch, sich besser in unserer Welt zurecht zu finden. Nicht zuletzt darf ein Hund auch noch Hund bleiben. Christine Holst</p>
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