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	<title>Vertrauen Archive - City Dog</title>
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	<description>Das Magazin für Deutschlands Hundemetropolen</description>
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		<title>Das freie soziale Spiel &#8211; Die Sozialkompetenz des Hundes fördern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Suzanne Eichel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2026 07:57:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Miteinander herumzutollen ist für Hunde die schönste Beschäftigung der Welt. Ob mit Artgenossen, Frauchen oder Herrchen – Hauptsache, sie dürfen sich so richtig austoben. Im Spiel entwickeln die Vierbeiner soziale [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.citydog24.de/2026/01/09/das-freie-soziale-spiel-die-sozialkompetenz-des-hundes-foerdern/">Das freie soziale Spiel &#8211; Die Sozialkompetenz des Hundes fördern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.citydog24.de">City Dog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Miteinander herumzutollen ist für Hunde die schönste Beschäftigung der Welt. Ob mit Artgenossen, Frauchen oder Herrchen – Hauptsache, sie dürfen sich so richtig austoben. Im Spiel entwickeln die Vierbeiner soziale Kompetenzen, es fördert ihre Entwicklung und stärkt die Bindung zwischen Hund und Halter.</strong></p>
<p>Die meisten Menschen greifen zum Spiel mit ihren Hunden meist zu einem Ball oder einem anderen Apportel, um es möglichst weit zu werfen. Dieses <em>instrumentalisierte</em> Spiel hat allerdings nichts mit dem ursprünglichen <a href="https://www.citydog24.de/2025/03/12/hundeverhalten-verstehen-warum-tut-der-hund-was-er-tut/">Spielverhalten der Vierbeiner</a> zu tun. Das ursprüngliche Spiel zwischen Sozialpartnern, also in Hund-Hund oder Mensch-Hund-Beziehungen, ist ohne Ernstbezug und kennt keine Regeln. Es gestaltet sich spontan,<br />
ist kreativ, abwechslungsreich und selbstbelohnend. Jeder Partner darf das Spiel sowohl beginnen als auch beenden, und die Rollen dürfen untereinander getauscht werden. Es lebt von der Abwechslung im Verhalten und nicht vom Equipment.</p>
<h2>Das große Glück des Spielens</h2>
<figure id="attachment_9611" aria-describedby="caption-attachment-9611" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Jagen.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-9611" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Jagen-300x200.jpg" alt="Gemeinsames Spielen macht stark" width="300" height="200" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Jagen-300x200.jpg 300w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Jagen-768x512.jpg 768w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Jagen-150x100.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Jagen-600x400.jpg 600w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Jagen-630x420.jpg 630w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Jagen-696x464.jpg 696w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Jagen.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9611" class="wp-caption-text">Gejagt werden ist toll ©stock.adobe stock.com</figcaption></figure>
<p>Dieses Sozialspiel macht Hund und Mensch einfach Spaß und sorgt für die Ausschüttung<br />
einer ordentlichen Portion von Glückshormonen. Ein Riesenspaß sind beispielsweise <a href="https://www.citydog24.de/2024/10/31/der-jagdtrieb-warum-hunde-immer-jagen-muessen/">Fangspiele</a> auf der Wiese. Hunde lieben es, wenn jemand hinter ihnen herjagt und drehen nach einiger Zeit gerne einmal den Spieß um. In der gemeinsamen Aktion mit dem Menschen spielen Statusbezug, Rangordnung oder Dominanz keine Rolle. Das Spiel ist immer geprägt von Freiwilligkeit. Jegliche Zwänge würden es sofort beenden, was auch heißt: Es ist im Gegensatz zu den beliebten Hol- und Bringspielen frei von Zielsetzungen.</p>
<h2>Voraussetzungen für ein zwangloses Spiel</h2>
<p>Vertrauen und ein entspanntes Umfeld sind dabei am wichtigsten. Wir agieren zunächst komplett ohne Hilfsmittel.  Wer seinen Hund im Spiel beobachtet, wird feststellen, dass dessengesamte Mimik überbetont ist. Die Augen sind beispielsweise extrem groß, das Maul weit aufgerissen und jede Bewegung überschwänglich. Es gibt eigentlich kaum etwas Schöneres, als den tierischen Partner dabei zu beobachten. Es ist Glück pur.</p>
<p>Neben dem Lustgewinn leistet das <a href="https://www.citydog24.de/2024/05/06/die-botenstoffe-des-lernens-gefuehle-und-lernverhalten-verstehen/"><em>soziale Spiel</em> </a>aber einen wichtigen erzieherischen Beitrag: Es bereitet den Hund auf das Leben vor. Die Vierbeiner erproben spielerisch, in immer neuen Situationen mit unterschiedlichen Partnern, bestimmte Handlungen wie den Kampf oder Beutefang, das Pflege- oder Sexualverhalten.</p>
<h2>Spielerisch Grenzen kennenlernen</h2>
<p>So lernen Welpen und Junghunde flexibel zu kommunizieren, sich anzupassen und differenzierter mit dem Unerwarteten umzugehen. Aber auch motorische Funktionen wie zum Beispiel die Bewegungskoordination werden verbessert. Und genialerweise wird<br />
ein <a href="https://www.citydog24.de/2023/05/03/regeln-fuer-ein-erfolgreiches-training-hunde-sind-keine-demokraten/"><em>Regelwerk</em> </a>in diesen Spielen erlernt. Es entwickeln sich Sozialkompetenzen<br />
wie Fairness und Problemlösungsverhalten bei Konflikten.</p>
<figure id="attachment_9612" aria-describedby="caption-attachment-9612" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Kompetenz.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-9612" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Kompetenz-300x200.jpg" alt="freies Spielen ist wichtig" width="300" height="200" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Kompetenz-300x200.jpg 300w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Kompetenz-768x512.jpg 768w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Kompetenz-150x100.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Kompetenz-600x400.jpg 600w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Kompetenz-630x420.jpg 630w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Kompetenz-696x464.jpg 696w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-Kompetenz.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9612" class="wp-caption-text">Spielen macht kompetent ©stock.adobe stock.com</figcaption></figure>
<p>Die Hunde lernen Grenzen und gegenseitige Handlungsspielräume kennen, üben und etablieren Rituale, die später bei Streitereien, Raufereienfereien, also im aggressiven Kontext, einer möglichen Eskalation entgegenwirken. Aus diesem Grund ist es für Welpen und Junghunde sogar lebenswichtig, mit Gleichaltrigen auf <a href="https://www.citydog24.de/2025/01/05/dog-akademie-das-ich-bewusstsein-des-hundes/">Augenhöhe</a> <em>frei </em>zu spielen.</p>
<p>Aber bitte unter Aufsicht des Menschen.  Denn manchmal kippt das Spiel und wird ernst. Dann empfinden die kleinen Raufbolde eher Stress als Lust. Sie haben im wahrsten Sinne des Wortes die Schnauze voll. Werden diese negativen Erlebnisse nicht umgehend professionell aufgelöst, können sie früher oder später im Umgang mit Artgenossen zu unerwünschtem, oft aggressivem Verhalten führen.</p>
<h3>Eine stabile Bindung fördern</h3>
<p>In Bezug auf die Mensch-Hund- Beziehung ist genau dieses kreative und abwechslungsreiche <a href="https://www.citydog24.de/2021/09/15/die-sozialisierung-der-hunde-cool-durch-die-welt-gehen/"><em>soziale Spiel</em> </a>elementar für die Entwicklung einer stabilen Bindung. Der dabei so wichtige Körperkontakt, einschließlich seiner Berührungen, lässt das Bindungshormon Oxytocin ansteigen. Abgesehen davon, dass diese Art der Interaktion einfach allen viel Spaß bereitet.</p>
<figure id="attachment_9613" aria-describedby="caption-attachment-9613" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-freiwillig.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-9613" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-freiwillig-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-freiwillig-300x200.jpg 300w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-freiwillig-768x512.jpg 768w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-freiwillig-150x100.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-freiwillig-600x400.jpg 600w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-freiwillig-630x420.jpg 630w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-freiwillig-696x464.jpg 696w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2026/01/Hundeerziehung-das-freie-soziale-Spiel-freiwillig.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9613" class="wp-caption-text">Alles geschieht freiwillig ©stock.adobe stock.com</figcaption></figure>
<p>Da der Status hier keine Rolle spielt, darf auch der Hund zum Herumtollen auffordernund der Mensch sich völlig unbefangen auf ihn einlassen. Dabei sind der <a href="https://www.citydog24.de/2023/03/02/entschleunigung-raus-aus-dem-leistungsdruck/">Kreativität</a> keine Grenzen gesetzt. Für das Spielen zu Hause sollte immer Zeit sein, nicht nur bei schlechtem Wetter, wenn die Spaziergänge vielleicht etwas kürzer ausfallen.</p>
<p>Gelegentlich turnen die Fellfreunde dann auf einem herum, schnappen nach einem Ärmel und finden es sehr belustigend, wenn die Halter ihre Pfoten jagen. Andere Vierbeiner laufen lieber durch die Wohnung, holen sich ihr Lieblingsspielzeug und entwickeln daraus ein Zerrspiel. Wird es hierbei zu hemmungslos, lernen sie durch ein<a href="https://www.citydog24.de/2023/02/27/vierbeiner-im-konflikt-der-versteinerte-hund/"> Abbruchsignal</a>, dass sie gerade über das Ziel hinausgeschossen sind. Übrigens, auch das Kuscheln und <em>Grooming</em>, also ein Komfortverhalten wie das Lecken oder zärtliche Knabbern, gehören im fließenden Übergang zum Spiel mit dazu.</p>
<h3>Bitte keinen Junkie erziehen</h3>
<p>Leider wird die Bedeutung dieses simplen, aber so wichtigen Spiels oft unterschätzt. Stattdessen <a href="https://www.citydog24.de/2025/11/14/richtig-belohnen-kommunikation-ohne-erpressung/"><em>bespaßen</em></a> Tierbesitzer bereits ihre Welpen und Junghunde mit Bällen, Stöcken oder Ähnlichem, womöglich aus dem Irrtum heraus, ein junger Hund müsse stets gut ausgelastet werden. So werden schon von klein auf oft Balljunkies herangezogen, der Mensch zur Ballwurfmaschine degradiert, während die sozialen Fähigkeiten des Hundes<br />
mehr und mehr auf der Strecke bleiben.</p>
<p>Mit fatalen Folgen: Diese Hunde sind alles andere als stressresistent, haben eine niedrige Reizschwelle und können Frustration nicht gut aushalten. Besonders anfällig sind Treib-,<br />
Hüte- und Hirtenhunde – Herdenschutzhunde ausgenommen.</p>
<p>Zum Wohle der Vierbeiner sollte das <em>freie soziale Spiel</em> ein wesentlicher Teil unseres Alltags werden. Die Belohnung sind zufriedene Hunde und glückliche Halter. Suzanne Eichel</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.citydog24.de/2026/01/09/das-freie-soziale-spiel-die-sozialkompetenz-des-hundes-foerdern/">Das freie soziale Spiel &#8211; Die Sozialkompetenz des Hundes fördern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.citydog24.de">City Dog</a>.</p>
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		<title>Warum Hundeblicke uns Menschen so verzaubern können</title>
		<link>https://www.citydog24.de/2020/07/05/warum-hundeblicke-uns-menschen-so-verzaubern-koennen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Suzanne Eichel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2020 17:27:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dog-Akademie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch die Forschung ist diesem Phänomen auf der Spur. Wissenschaftler veröffentlichten in diesem Jahr eine Studie darüber, welchen Muskel die Hunde spielen lassen, um Frauchen und Herrchen mit einem Augenaufschlag [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.citydog24.de/2020/07/05/warum-hundeblicke-uns-menschen-so-verzaubern-koennen/">Warum Hundeblicke uns Menschen so verzaubern können</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.citydog24.de">City Dog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auch die Forschung ist diesem Phänomen auf der Spur. Wissenschaftler veröffentlichten in diesem Jahr eine Studie darüber, welchen Muskel die Hunde spielen la<strong>ssen, um Frauchen und Herrchen mit einem Augenaufschlag zu erweichen.</strong></strong></p>
<figure id="attachment_1983" aria-describedby="caption-attachment-1983" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Vertrauen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1983" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Vertrauen-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Vertrauen-300x200.jpg 300w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Vertrauen-768x512.jpg 768w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Vertrauen-150x100.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Vertrauen-600x400.jpg 600w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Vertrauen-696x464.jpg 696w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Vertrauen-630x420.jpg 630w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Vertrauen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1983" class="wp-caption-text">Nur Hunde können so herzerweichend gucken<br />©rodimovpavel &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p><strong> </strong>Die Forschungsgruppe um Juliane Kaminski von der Universität Portsmouth hat ganz genau hingeschaut und die Anatomie von Hunden und Wölfen miteinander verglichen, um den „Hundeblick“ zu ergründen. Dabei fanden sie heraus, dass unsere Vierbeiner einen Gesichtsmuskel besitzen, der für den typischen Ausdruck und ein deutliches Anheben der inneren Augenbraue eine wichtige Rolle spielt – den <em>anguli oculi medialis</em>. Beim Wolf fehlt dieser. In der Interaktion mit dem Menschen konnte beobachtet werden, dass Hunde verstärkt ihre Augenmuskeln zur Kommunikation einsetzten, Wölfe hingegen so gut wie nie. Im Fachjargon AU101 genannt sorgt der spezielle Muskel dafür, dass die Augen größer als sonst erscheinen und Bello dadurch kindlicher aussieht. Im Englischen wird er mit Welpenaugen assoziiert und „Puppy Dog Eyes“ genannt. Weil ihr Blick dem eines traurigen Menschen ähnelt, löst er bei uns den Wunsch nach Fürsorge aus, und das haben die Hunde im Laufe ihrer Evolution an unserer Seite gelernt zu nutzen. Für Tiere, die den besagten Muskel beherrschen, ergeben sich im gemeinsamem Leben mit dem Zweibeiner durchaus Vorteile. Schon vor einigen Jahren fanden Forscher heraus, dass Fellnasen im Tierheim, die diesen Blick öfter zeigten, im Durchschnitt schneller vermittelt wurden.</p>
<h2>Augenkontakt unter Hunden</h2>
<figure id="attachment_1981" aria-describedby="caption-attachment-1981" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Hundebegegnung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1981" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Hundebegegnung-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Hundebegegnung-300x225.jpg 300w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Hundebegegnung-768x577.jpg 768w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Hundebegegnung-150x113.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Hundebegegnung-600x451.jpg 600w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Hundebegegnung-80x60.jpg 80w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Hundebegegnung-265x198.jpg 265w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Hundebegegnung-696x523.jpg 696w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Hundebegegnung-559x420.jpg 559w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Hundebegegnung.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1981" class="wp-caption-text">Blicke untereinander können auch freundlich gestimmt sein<br />©hidako &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p>Einem Tier direkt und intensiv in die Augen zu schauen, wirkt normalerweise wie eine Drohung und kann zu ungewollten Aggressionen führen. Doch kommt es auf die Intensität des Sichtkontaktes an. Der Gesamtausdruck und die Situation spielen eine wichtige Rolle. Gehen Hunde offensiv auf Konfrontation und fixieren sich optisch, zeigen sie damit ein Angriffsdrohen. Dabei erstarrt nicht nur der Ausdruck, wird fest und hart, sondern das gesamte Tier wird steif und unbeweglich. Vielleicht folgen ein Knurren, Zähnezeigen, ein Wegspringen nach vorn oder hinten. Aber auch da gibt es eine Menge Möglichkeiten, und nicht jedes Mal endet eine solche Aktion in einer Auseinandersetzung.</p>
<h2>Sich Anschauen festigt die Bindung</h2>
<p>In der Beziehung von Mensch und Hund gibt es noch andere Situationen. Nicht jeder Augenkontakt soll den anderen mit dem „Bösen Blick“ am Boden festnageln. Genauso wie auch wir eine Vielzahl von Stimmungen mit einem Blick deutlich machen, gibt es bei unseren vierpfotigen Partnern unterschiedliche Gründe, uns optisch ins Visier zu nehmen. Beispielsweise das Bedürfnis nach Zuwendung oder Futter. Nicht zuletzt sind sie Meister darin, uns mit ihrem herzerweichenden Augenaufschlag jedes Leckerli aus der Tasche zu zaubern.</p>
<figure id="attachment_1980" aria-describedby="caption-attachment-1980" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Augenkontakt-Hund-Mensch.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1980" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Augenkontakt-Hund-Mensch-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Augenkontakt-Hund-Mensch-300x200.jpg 300w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Augenkontakt-Hund-Mensch-768x513.jpg 768w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Augenkontakt-Hund-Mensch-150x100.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Augenkontakt-Hund-Mensch-600x401.jpg 600w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Augenkontakt-Hund-Mensch-696x465.jpg 696w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Augenkontakt-Hund-Mensch-629x420.jpg 629w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/Dog-Talk-Augenkontakt-Hund-Mensch.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1980" class="wp-caption-text">Wie intensiv sind die Gefühle?<br />©kerkezz &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p>Weitere Forscherteams haben herausgefunden, dass Zwei- und Vierbeiner Oxytocin ausschütten, wenn sie einander ansehen. Das Hormon ist bei Säugetieren wichtig für die Partnerbindung und die Mutter-Kind-Beziehung. Außerdem steigt dadurch der Wunsch, wieder Blickkontakt herzustellen. Sehen aber Wolf und Mensch sich an, wird kein Oxytocin freigesetzt.</p>
<h2>Mit einem Blick Vertrauen aufbauen</h2>
<p>Je öfter Hund und Halter sich beäugen, desto vertrauter sind sie sich. Im Gegensatz zu ihren grauen Vorfahren wollen schon Welpen heute Blickkontakt zum Menschen aufbauen. So ist also offenbar die Häufigkeit, mit der Bello versucht, Augenkontakt herzustellen, auch ein Indikator für die Intensität des Gemeinschaftsgefühls.</p>
<figure id="attachment_1982" aria-describedby="caption-attachment-1982" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Beziehung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1982" src="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Beziehung-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Beziehung-300x200.jpg 300w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Beziehung-768x513.jpg 768w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Beziehung-150x100.jpg 150w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Beziehung-600x401.jpg 600w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Beziehung-696x465.jpg 696w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Beziehung-629x420.jpg 629w, https://www.citydog24.de/wp-content/uploads/2020/07/dog-talk-Hundeblicke-Beziehung.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1982" class="wp-caption-text">Ein Blick ist oft viel mehr als nur Anschauen<br />©LIGHTFIELD STUDIOS &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p>Dabei geht es nicht immer nur darum, sich einfach gegenseitig zu betrachten. Unser bester Freund will auch mit uns zusammenarbeiten. Als Hund und Wolf von Forschern vor nicht lösbare Probleme gestellt wurden, drehten sich die Hunde zum Menschen um und baten mit Blickkontakt um Unterstützung. Wölfe taten das nicht. In anderen Studien zeigte sich zudem, dass der Blickkontakt zum domestizierten Vierbeiner wichtiger war als das Rufen seines Namens, wenn Frauchen oder Herrchen ihn zu etwas animieren wollten. Letztendlich ist die eigentümliche Bewegung der Brauen aber wieder ein Zeichen dafür, wie stark wir das Verhalten unserer treuen Partner beeinflussen – und das seit 33 000 Jahren. Stefanie Maaß</p>
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