Stress bei Hunden

Graue Schnauzen – ein Signal des Körpers

Wenn Hunde ergrauen, ist das nicht immer eine Frage des Alters – auch Stress und Angst können dafür verantwortlich sein. Amerikanische Wissenschaftler um die Verhaltensforscherin Camille King bewiesen dies nun in einer groß angelegten Studie.

 

Jeder kennt den Mythos vom plötzlichen Ergrauen, sei es durch einen furchtbaren Schreck oder große Trauer. So soll das Haar von Marie Antoinette vor ihrer Hinrichtung sämtliche Farbe verloren haben. Der Schopf von Karl Marx ist angeblich nach dem Tod seines Sohnes über Nacht schneeweiß geworden. Aber können Haare wirklich durch psychischen Stress ergrauen, und gibt es dieses Phänomen auch bei den Vierbeinern? Das ist tatsächlich möglich – allerdings nicht über Nacht. Die amerikanische Verhaltensforscherin Camille King leitet ein Trainingszentrum für Hunde und bemerkte vor einigen Jahren, dass einige früher zu ergrauen schienen als andere. Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei primär um ängstliche und impulsive Hunde. Mit dieser Entdeckung wandte sich King an Temple Grandin, eine Expertin in Sachen Tierverhalten. Die Wissenschaftlerin kann sich, wie kaum jemand anderes weltweit, in die Gefühlswelt der Tiere hineinversetzen. Als Grandin von den Beobachtungen Kings erfuhr, ermutigte sie die Hundetrainerin, eine wissenschaftliche Studie durchzuführen und stellte sich als Co-Autorin zur Verfügung.

 

Was sind die Ursachen für ein nicht altersbedingtes Ergrauen von Hunden? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie in der aktuellen Ausgabe.