Das Geschäft mit den Welpen

Liebe auf den ersten Blick – und dann?

So ein tapsiger Welpe ist einfach zum Knuddeln. Und das Geschäft mit den Hundekindern blüht wie nie zuvor – dank Internet und einer starken Nachfrage. Doch was geschieht mit ihnen, wenn die erste Euphorie verflogen und der Alltag eingekehrt ist oder sie keine Abnehmer finden?

 

Mit viel Glück landen sie vielleicht im Welpenwaisenhaus in der Eifel. Es ist Samstag, die Luft schwül und ein Gewitter naht. Trotzdem breche ich nach Nettersheim auf, um zwei Frauen kennenzulernen, die sich rund um die Uhr um Waisen auf vier Pfoten kümmern. Gabriele Vester-Hohn widmet sich seit über 30 Jahren dem Tierschutz, vor allem der Aufnahme und Vermittlung von Welpen. Unterstützt wird sie von ihrer Tochter Nadja Lucaßen, die mit diesem Thema aufgewachsen und ebenso mit Herz und Seele dabei ist wie ihre Mutter. Vor einigen Jahren sind sie mit ihrem Verein von Hennef in die ehemalige Schokoladenfabrik auf dem Land umgezogen. Dort ist mehr Platz für ihre Schützlinge, und den brauchen sie auch. Unter anderem für eine Quarantänestation für Neuankömmlinge.

 

Als ich mein Auto vor dem braunen Holzhaus parke, strecken vier gut gelaunte Hunde ihre Schnauzen durch die Balkonbrüstung und kündigen bellend meine Ankunft an. Nadja Lucaßen öffnet mir die Tür. „Wir gehen am besten in den Garten, und dann lasse ich die Bande raus“, lacht sie. Ich bin natürlich gespannt, wer und vor allem was mir da gleich vor die Füße purzeln wird und habe mich innerlich dagegen gewappnet, gleich vor Verzückung dahinzufließen.

 

In der aktuellen Reportage berichten wir über die Arbeit des Welpenwaisenhauses. Darüber hinaus gibt Tierpsychologin Daniela Grau viele praktische Tipps, wenn es um die Anschaffung eines Welpen geht.