Tiergestützte Traumatherapie

Vierbeinige Co-Therapeuten - ohne Worte helfen

Traumata sind komplexe Erkrankungen, eine Heilung ist langwierig und braucht viel Geduld. Tiere, vor allem Hunde, haben sich als ausgezeichnete Therapeuten bewährt und öffnen Seelenfenster, die zuvor fest verschlossen waren. Zwei Initiativen stellen sich vor.

 

Wer die Idylle des Confido- Hofes in Bad Griesbach erlebt, fühlt sich sofort fern vom Alltag und seinen Dramen. Wiesen, Blumen, Bäume und – ganz wichtig – Tiere wie Hunde, Pferde, Hühner und Kaninchen vermitteln den Eindruck, dass die Welt hier noch in Ordnung ist. Ein paar Kinder eilen geschäftig über den Hof. Alles wirkt intakt und entspannt. Diese idyllische Anmutung ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts der Confido-Initiativen GmbH. Dr. Peter Schopf, Arzt, Psychologe und Geschäftsführer, spricht von einem ganzheitlichen Ansatz. Ein wichtiger Mosaikstein darin sei das heilende, naturverbundene Milieu, das die sozial-landwirtschaftlichen Einrichtungen und Wohngruppen vermitteln. Hier leben Kinder und Jugendliche, deren Seelen zutiefst erschüttert sind. Sexueller Missbrauch, Schläge, Verwahrlosung, Alkohol- und andere Drogenkarrieren oder einfach nur eine schmutzige Scheidung – die Liste der belastenden Ereignisse, die eine Kindheit zerstören und traumatisierend wirken, ist lang. Vertrauen aufzubauen und zu gewinnen, ist daher das höchste therapeutische Ziel. All das wäre ohne die Hilfe der Tiere kaum möglich.

 

Anhand zweier Initiativen zeigen wir auf, wie Therapiehunde Menschen mit traumatischen Erkrankungen zur Seite stehen und bei der Traumaaufarbeitung helfen können.