Spürhunde im Einsatz

Von Knochenfunden und Igelbekanntschaften

Aus Hundeperspektive besteht die Welt aus vielen Milliarden Gerüchen. Das macht sie zu hervorragenden Helfern, wenn es ums Suchen und Finden geht. Manchmal müssen sie allerdings für ganz spezielle Gerüche ausgebildet werden – wie die beiden Schnüffelexperten Fine und Flintstone.

 

Hunde haben ihre erwiesenermaßen gute Nase unter anderem deswegen, weil ihnen die Evolution viele Riechzellen geschenkt hat – einem Schäferhund zum Beispiel 220 Millionen, einem Mops 125 Millionen, während der Mensch nur fünf Millionen abbekommen hat. Zudem sind rund zehn Prozent des Hundegehirns ständig mit der Verarbeitung von Gerüchen beschäftigt, beim Menschen ist es nur ein Prozent. Diese beiden Faktoren in Verbindung mit weiteren körperlichen Eigenheiten sorgen schließlich dafür, dass die tierischen Experten ein einziges Geruchsmolekül unter Milliarden anderer identifizieren können. Mit etwas Übung erschnüffeln sie so ziemlich alles – Drogen, Waffen, Sprengstoff, zu hohen Blutzucker, Brust- und Lungenkrebs, Schimmel, Verschüttete, Entführte, Leichen, Käfer und Wanzen. Bevor sie diese Fähigkeit bei der Polizei oder in anderen Bereichen professionell einsetzen können, müssen sie allerdings lernen, einen ganz bestimmten Geruch so wichtig zu nehmen, dass sie ihn melden und verfolgen. Je nach Aufgabenfeld kommen zum üblichen Lerntraining mit Klicker, Belohnung und viel Geduld daher manchmal eigenwillige Geruchsproben hinzu.

 

Bei Australian-Shepherd-Dame Fine zum Beispiel drehte sich in der Ausbildung alles um den Geruch von Igelstacheln. Der Grund: Ihr Frauchen Dr. Anne Berger vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin ist Wissenschaftlerin und untersucht das Leben wilder Igel. Hier kommt Fine ins Spiel ...

 

Mehr über die vierbeinigen Spürnasen lesen Sie in der aktuellen Ausgabe.

 

 

 

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