"Braaaver Junge!" Wie reagieren Hunde auf den Baby Talk?

Ammensprache beim Hund

Feini gemacht!

Die Kommunikation zwischen Zwei- und Vierbeiner hat ihre eigenen Regeln und führt bei Passanten oft von Kopfschütteln zu blankem Entsetzen. Denn Frauchen und Herrchen verfallen dabei oft in einen Baby Talk. Unabsichtlich? Zwei Forscher liefern nun eine schöne Entschuldigung für dieses Verhalten.

 

Wenn Menschen mit ihren Hunden sprechen, lässt das Außenstehende manchmal an deren Verstand zweifeln und hat – offen gestanden – schon etwas leicht grenzdebiles. Da lobt die Nachbarin ihren Westie, der auf Kommando aus dem Auto springt, mit den Worten: „Ganz feini, hast du ganz feini gemacht.“ Ein anderer Nachbar, seines Zeichens Manager in einem Autohaus, bezeichnet seinen stattlichen Rottweiler auf offener Straße als „kleine Pupspfote“. Und am Gartenzaun beim Small Talk mit Fitnesstrainer Ben lobt dieser begeistert seinen Border Collie: „Braaaver Junge, hast du schön Fressi-Fressi gemacht.“

 

Diese seltsam entgleiste Kommunikationsform scheint wie ein Grippevirus jeden treffen zu können, egal wie intelligent, sachlich, reflektiert, lebenserfahren oder alt er ist. Als Resultat verfallen wir in eine Babysprache, auch Ammensprache oder Baby Talk genannt, die es auf der ganzen Welt quer durch alle Kulturen gibt. Sicher ist es ganz normal, wenn wir so mit einem Kleinkind sprechen – unsere Stimme erhöht sich dabei mindestens um eine Oktave, wir reden langsamer, betonen und wählen unsere Worte anders. Die Forschung vermutet, dass wir so unseren Kindern das Erlernen der Sprache erleichtern wollen. Aber bei Hunden? Sie werden erstens nie so sprechen wie wir und zweitens ist es fraglich, ob sich die Halter nicht auch irgendwie zum Idioten machen, und das nicht nur vor anderen Zweibeinern, sondern auch vor ihren Tieren.

 

Gibt es eine plausible Erklärung für dieses Verhalten? Das erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe.