Die Ernährung der Senioren

Richtige Prioritäten setzen

Im vorgerückten Alter verändert sich der gesamte Organismus des Hundes, und die Ernährung sollte nun auf seine neuen Bedürfnisse abgestimmt sein. Auch geschmacklich kann der fellige Gourmet plötzlich ganz neue Seiten zeigen.

 

Unangerührt steht der Napf in der Küche, und Bello schlendert gelangweilt von dannen. „Was ist denn nun los?“, fragt sich der eine oder andere Hundehalter ratlos, angesichts der verschmähten Lieblingsmahlzeit. Selbst die besten Überredungskünste nützen nichts. Listig wird versucht, das Futter mit kleinen Köstlichkeiten zu spicken, um dann festzustellen, dass der Senior in spe diese herauspickt und den Rest stehen lässt.

 

Manche Hunde verlieren mit zunehmendem Alter den Appetit, oder ihr bisheriges Futter schmeckt ihnen schlichtweg nicht mehr. Keine Angst, das liegt weniger am Altersstarrsinn, sondern vielmehr an der Rückbildung der Geschmacksnerven oder an einer reduzierten Speichelsekretion, wodurch die Vierbeiner schlechter schlucken können. Auch abgenutzte Zähne oder ein träger Darm bedingen häufig eine Unlust am Fressen. Auf Dauer ist dieser Zustand für die Senioren schädlich, denn sie erhalten zu wenig der dringend benötigten Nährstoffe.

 

Das andere Extrem sind Vierbeiner mit deutlich sichtbarem Altersspeck auf den Hüften. Moderne Stadtpfoten sind tendenziell zu dick als zu dünn. In vielerlei Hinsicht ist jedes zusätzliche Pfund problematisch. Denn der Stoffwechsel arbeitet nun langsamer, und der Energiebedarf des alternden Hundes sinkt. Er bewegt sich gemächlicher, dreht lieber kleinere Runden und benötigt dementsprechend weniger Kalorien. Jede Gewichtszunahme schädigt die Gelenke und wichtige Organe, wie beispielsweise das Herz. Und der Altersspeck hält sich hartnäckig. Es ist wenig Erfolg versprechend, die Portionen zu halbieren, denn damit werden gleichzeitig die essenziellen Nährstoffe reduziert.

 

In der aktuellen Ausgabe finden Sie zahlreiche Ernährungstipps und -konzepte für vierbeinige Senioren.