Helping Vets hat es sich zur Aufgabe gemacht Men­schen, Projekte und Institutionen, die Herausragendes für den Tierschutz leisten, zu unterstützen. Auf die drei Preisträger in diesem Jahr trifft das ganz besonders zu. Sie wurden im Rahmen einer Live-Video-Pressekonferenz am 14. Oktober 2020 prä­miert.  Die von Heel Veterinär ins Leben gerufene Helping Vets fand in diesem Jahr bereits zum achten Mal statt – „Pandemie-geschuldet“ erstmals als Live-Video-Veranstaltung. Die drei Preisträger, die zu Beginn der Veranstaltung ausgezeichnet wurden, erhielten jeweils 2.000 Euro Preisgeld für ihre besonderen Leistungen für das Wohlergehen von Tieren. Im Anschluss an die Ehrung der Preisträger referierte Tierärztin und Pferdeexpertin Tina Wassing, Ahaus, über das Thema „Gesundheitsmanagement in Tiergruppen“.

Kiner lernen den Umgang mit Hunden

©Andreas Brauner

Ausgezeichnet wurde die Tierhilfe Fünfseenland e.V. mit Sitz in München. Der Verein vermittelt unter anderem Schulkindern den richtigen Umgang mit Hunden und schult sie darin, Signale und Körperspra­che von Hunden besser zu verstehen. Zum Abschluss der kostenlosen Seminare wird den jungen „Tierhaltern von morgen“ ein „Hundeführerschein“ ausgehändigt. Des Weiteren ist der als ge­meinnützig anerkannte Verein Anlaufstelle für Menschen, die sich vor der Anschaffung eines Tieres informieren möchten oder auch für Tierhalter, die akute Probleme mit ihrem Vierbeiner haben. Weiterhin zählt zur Vereinstätigkeit die Vermittlung von Vierbeinern, die Betreuung schwer­kranker Tiere in der eigenen Auffangstation, die Mitbetreuung des bundes­weiten Tiernotrufs, die Verfolgung von illegalem Welpenhandel sowie die Kostenübernahme tierärztlicher Versor­gung von kranken und verletzten Tieren. www.tierhilfe-fuenfseen­land.com

Hilfe für Greifvögel

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Ausgezeichnet wurde auch die Greifvogelauffang- und Pflegestation von Tierarzt und Falkner Dr. Rainer Hussong und seinem Vater Hans Kurt Hussong, ebenfalls Falkner, in Fürth. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, verletzte Greifvögel und Eulen aufzunehmen, die beispielsweise bei Jagdflügen mit Hindernissen wie Fensterscheiben, Zäunen oder Windschutzscheiben kollidiert sind. Turmfalken, Mäusebussarde, Sperber, Habichte oder Käuze werden medizinisch versorgt und in der Regel stationär gepflegt. Etwa die Hälfte der Tiere kann anschließend wieder in die freie Wildbahn entlassen werden. Die anderen finden in der Station ein langfristiges Zuhause und können als Ammen für Jungvögel oder auch für die Zucht zur Wiederauswilderung der Nachkommen dienen. http://www.greifvogel-auffangsta­tion.de

Tierheim in Not

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Ausgezeichnet wurde der Tierschutzverein Speyer und Umgebung e.V., der 20 Hunden, 40 Katzen und 25 Kleintieren Platz bietet. Von den baulich schwierigen Umständen lassen sich die engagierten Mitarbeiter nicht entmutigen: Nur im Haupthaus gibt es einen Wasseranschluss, daher muss das zur Reinigung und Versorgung der Tiere benötigte Wasser mit Gießkannen und Eimern über weite Strecken herantransportiert werden. Die Mit­tel des Tierheims, das sich über Spenden, Mitgliedschaften, Patenschaften und Zuschüsse finanziert, sind sehr knapp. Deshalb ist das Team über jede Hand dankbar, die anpackt und das Tierheim ehrenamtlich unterstützt – sei es durch Geld- und Sachspenden oder aber durch direkte Hilfe vor Ort. http://www.tierheim-speyer.de

Tierschutz heißt auch, Krankheiten vorzubeugen     

Wenn mehrere Tiere zusammenkommen – beispielsweise in Mehrhunde- oder Mehrkatzen-Haushalten, bei Pferdegruppen auf der Weide, bei Hundetreffen auf der Auslaufwiese oder in Hundeschulen – steht die Prävention von Infektionen, Stress und Verletzungen im Fokus des Gesundheitsmanagements. Neben den gängigen Hygienemaßnahmen und einer ausgewoge­nen Fütterung spielen eine artgerechte Umgebung, intakte soziale Beziehungen, gesunde Ar­beitsbedingungen, selbstbestimmte Bewegung und ausreichende Ruhephasen für die Gesun­derhaltung eine entscheidende Rolle, betont Tierärztin Tina Wassing. Ein intaktes Immunsystem ist besonders entscheidend, wenn neue Artgenossen in eine Gruppe aufgenommen werden, aber auch bei Stresssituationen, bei­spielsweise durch längere Transporte oder Sportevents. Die körpereigene Abwehrkraft benötigt dann Unterstützung.

Bewährt haben sich beispielsweise biologische Tier­arzneimittel mit den Inhaltstoffen Weiße Schwalbenwurz und Schwefel wie z. B. in Engystol ad us. vet. enthalten. Auch Verletzungen lassen sich trotz bester Vorbereitung nicht immer gänzlich ver­hindern. Das Ziel bei jeglicher Verletzung – auch bei kleineren und oberflächlichen – ist es, die Entzündung so schnell wie möglich zu reduzieren und damit die Heilung zu unterstützen. Tierhalter oder Tierpfleger sind daher oft ge­fragt, erste Hilfe zu leisten. Biologische Tierarzneimittel, wie z.B. Traumeel ad us. vet. (mit Inhaltsstoffen wie z. B. Arnika oder Calendula) sollten daher in keiner Tierapotheke fehlen.

Sind Sie in einem gemeinnützigen Tierschutzprojekt tätig, das sich in Deutschland durch Nachhaltigkeit, Vorbildwirkung und soziales Engagement für Mensch und Tier auszeichnet und Unterstützung benötigt? Dann bewerben Sie sich schon jetzt für die Helping Vets 2021.