1. Keine Ansteckungsgefahr von Hund auf Mensch

 

Auch Hunde können an einem Coronavirus erkranken, aber der hat mit dem menschlichen Erreger nichts zu tun. Cornaviren kommen bei Hunden und Katzen durchaus vor, haben aber einen unterschiedlichen Erregerstamm. Sie befallen auch nicht, wie beim Menschen, die Lunge, sondern den Darm der Tiere. Ähnlich wie bei Giardien leiden die Vierbeiner dann an blutigem Durchfall. Nichtbehandelt kann dieser zu einer Lebensgefahr für sie werden.

Die größte Gefahr sich mit dem gleichnamigen Virus anzustecken haben Hund die in größeren Rudeln leben, wie den Auffangstationen im Auslandstierschutz. Oft wird der Erreger bei Tieren aus dem illegalen Welpenhandel festgestellt. Doch bei allen Fällen handelt es sich nicht, wie jüngst vermutet wurde, um den Sars-CoV-2, der für uns Menschen gefährlich sein kann.

Hat der Halter sich mit dem Coronavirus infiziert, sollte er aber etwas Abstand zu seinem Tier halten. Streicheln ist erlaubt, nur nicht allzu enges Kuscheln. Die Befürchtung, dass der Hund durch sein Fell den Virus weitertragen könnte, ist unbegründet.

Vom Hund geht keine Gefahr aus
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2. Keine Ausgangssperre für Hundehalter

Frauchen und Herrchen dürfen natürlich weiterhin ihren vierbeinigen Partner ausführen. Auch bei der Leinenpflicht ändert sich durch die Epedimie nichts. Je nach Bundesland darf der Hund auch weitherin dort frei laufen, wo es erlaubt ist. Zeitbegrenzungen für den Gassigang gibt es nicht, der Vierbeiner hat nach wie vor das Recht auf ausgiebige Gassigänge, dreimal täglich. Verboten sind allerdings Gruppen und sämtliche Veranstaltungen. Zwei Personen aus einem Haushalt können gemeinsam ihren Hund ausführen.

Unser Tipp: Fahren Sie doch mal raus, an den Stadtrand oder den Wald. Abwechslung darf sein und tut allen gut.

3. Umgang mit anderen Tierbesitzern

Auf der Hundewiese heißt es nun gebührenden Abstand voneinander zu halten. Die Vierbeiner dürfen aber trotzdem miteinander toben. Lassen Sie Ihrem Hund dieses Vergnügen, denn er braucht seine sozialen Kontakte und muss sich austoben.

Hunde brauchen ihre Kontakte
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Ein Mundschutz ist eher kontraproduktiv und könnte so manchen Vierbeiner, der einem entgegen kommt, irritieren. Alternativ können Sie sich, wenn Sie auf der Wiese stehen oder einem anderen Halter begegnen, Halstuch oder Schal über Mund und Nase ziehen. Das schützt ebenso und sieht für die Hunde nicht ganz so ungewöhnlich aus oder macht ihnen Angst.

4. Desinfektion im Hundehaushalt

Nach dem Spaziergang ist natürlich gründliches Händewaschen Pflicht. Denken Sie auch daran die Türklinken zu desinfizieren. Hygiene ist in jedem Hundehaushalt ohnhin oberstes Gebot, aber der Fellpartner sollte auf keinen Fall mit einem Desinfektionsmittel in Berührung kommen. Wer nach dem Gassigang trotzdem etwas Vorsicht walten lassen möchte, kann mit einem entsprechenden Feuchttuch die Pfoten reinigen.

Um die Liegestätten, Boxen und das Spielzeug von Bello zu reinigen oder zur Wunddesinfektion ist ein spezielles Desinfektionsmittel für Tiere geeingnet. Beispielsweise von Canina oder anibio.

Hygiene ist gerade jetzt besonders wichtig
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5. Versorgung während der Quarantäne

Ist es doch passiert, und Sie müssen in Quarantäne bleiben, dann sorgen Sie dafür, dass der Hund ausgeführt wird. Am besten von einer Person, die ihm bekannt ist. Ist das aber nicht möglich, gibt es unterschiedliche Plattformen, die Gassidienste anbieten. Beispielsweise bei Tibeo. Mit einem Klick lernen suchende Frauchen und Herrchen ihre Tiersitter kennen, sehen wie viel Erfahrung sie haben, außerdem ihre Verfügbarkeit und Preise. Sie können zunächst über die Plattform mit dem ausgewählten Sitter in Kontakt treten und direkt buchen, wenn alles stimmt. Im Anschluss stellen sie eine Bewertung ein. Die Vermittlungsplattform ist kostenlos, bezahlt wird direkt an den Tiersitter, und auch der darf seinen Verdienst komplett behalten. https://tibeo.de/

Die Versorgung der Hunde ist gesichert
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6. Hamstern ist unnötig

Tierbedarfsmärkte sind von der Schließung ausgenommen. Tierbesitzer müssen sich also nicht einen großen Vorrag anlegen oder gar Futter hamstern. Wer keinen Shop oder Fachmarkt erreichen kann, bestellt online, entweder direkt bei dem Hersteller seiner Wahl oder in einem der zahlreichen Onlineshops. Momentan kann aber zu Lieferverzögerungen von drei bis vier Tagen kommen.

7. Coronavirus und BARFen

Es gibt bislang keinen Hinweis darauf, dass sich Nutztiere mit dem SARS-CoV2 infizieren können. Sie dürfen Ihren Hund also weiterhin mit der Rohfleischfütterung ernähren oder ihm einen frischen Knochen zun Kauen kredenzen. Wenn Sie BARF-Menüs online bestellen, achten Sie auf die Angaben zu Verpackung und Lieferzeiten der jeweiligen Hersteller und stellen Sie sicher, dass in Ihrer Umgebung die Paketdienste weiterhin ausliefern.

Rohe Kost ist erlaubt
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Die Tierschutzorganisation PETA warnt derzeit allerdings vor dem Verzehr von exotischen Wildtieren, insbesondere für den Menschen. Daher sollten Sie auch für Ihren Hund möglichst regional einkaufen.

8. Den Hund zu Hause beschäftigen

All diejenigen, die zu Hause bleiben müssen oder sich im Home-Office befinden, haben nun die Möglichkeit ihren felligen Partner zusätzlich zu beschäftigen. Dafür eignen sich innovative Hundespielzeuge, beispielsweise von KNAUDER´S BEST  https://www.knaudersbest.com/

Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf, spielen Sie mit ihm verstecken oder lassen ihn verschiedene Dinge apportieren. Viele Hundeschulen bieten Onlinekurse an. Die Online-Akademie mydog365 für Hundetraining bietet ab sofort und an jedem Wochentag kostenlose Live-Trainingseinheiten an. So kann jeder Halter mit der Unterstützung der renommierten Hundetrainer Jörg Ziemer und Kristina Ziemer-Falke täglich eine neue Lektion lernen und an das Tier weitergeben. Zusätzlich bietet das Start-Up jedem Besucher täglich eine Aufgabe des Tages an, die er mit seinem Hund einüben kann sowie eine Corona-Fibel zum download. https://mydog365.de/

Autor: Suzanne Eichel