Das Jahr ist noch jung und die Vorsätze frisch. Wer sich vorgenommen hat, mehr mit seinem Hund unterwegs zu sein, findet hier genau die richtigen Tipps für kleine oder große Gassirunden.

Lübeck – Burgtor Stadtpark

Im gründerzeitlichen Villenviertel Sankt Gertrud finden Zwei- und Vierbeiner ein ruhiges Kleinod zum Gassigehen. Der Stadtpark bietet mit seinen alten Buchen, Trauerweiden, Teichen und kleinen Inseln auch im Winter eine romantische Kulisse. Frauchen, die noch ein dazu passendes Herrchen suchen, können ihr Glück beim Froschkönig am alten Quellteich versuchen.

Parken: Am Rittbrock, hinter der Reitschule, 23566 Lübeck

Hamburg – Naturschutzgebiet Rodenbeker Quellental

Dort wo die Alster ihren großen Auftritt beendet und in kleine Seitenarme weiter fließt, schlängelt sich ein Wanderweg durch die Grüne Lunge zwischen Wohldorf und Lemsahl-Mellingstedt entlang. Los geht’s am Gasthaus Quellenhof bis zum Bredenbeker Teich und dann Richtung Waldgebiet Haselknick durch die Täler von Alster und Rodenbek. Für die Hunde gibt es am Wegesrand interessante Spuren zu erschnüffeln, der Mensch freut sich über die fast mystisch anmutende Natur der Auwälder oder die imposanten, teils 300 Jahre alten Buchen.

Anfahrt: mit dem Auto über die Rodenbeker Straße bis zum Gasthaus Quellenhof fahren, U1 Haltestelle Ohlstedt und Buslinie 474 Haltestelle Sarenweg

Hier kann Bello ungestört schnüffeln
© Suzanne Eichel

Berliner Sumpf – das Erpetal

Von Friedrichshagen führt dieser romantische Wanderweg bis zum Kaiserpavillon in Dahlwitz-Hoppegarten. Ausgangspunkt ist der S-Bahnhof Friedrichshagen. Von hier aus geht es durch den Kurpark zum Ostufer der Erpe. Der Weg wird von Wiesen gesäumt, vorbei an der Kleingartenanlange „Wiesengrund“ wandern die Spaziergänger bis zur Ravensteiner Mühle. Abwechslung bietet der angrenzende Laubwald mit Blick auf Flur und Fließtäler. Das Ziel ist Dahlwitz-Hoppegarten. Wer mag, kehrt zwischendurch in einer der vielen Waldschänken ein.

Anfahrt: Über den Fürstenwalder Damm direkt bis zum S-Bahnhof fahren. Linie S3 Ostkreuz

Großer Garten Dresden

Mensch und Hund zieht es in die Altstadt zum Großen Garten. Der verdient seinen Namen zu Recht und ist eine Oase mitten in der Stadt. Alle Wege laufen unweigerlich auf das barocke Palais zu, vorbei an über 150 Skulpturen und Blumenbeeten, die jetzt im Winterschlaf liegen. So manch Vierbeiner streckt seine Nase in die Luft und nimmt Witterung auf, denn am Rande des Parks liegt der Dresdner Zoo. Hier dürfen Hunde aber nicht rein, allerdings bietet der Tierpark für ein Entgelt Zwinger an, in denen die Fellnasen untergebracht werden können. Na, vielen Dank! Da zeigt sich das Carolaschlösschen um einiges hundefreundlicher – und der Kaffee schmeckt auch besser.

Parken: Rudolf-Harbig-Stadion, Lennéstraße 12, 01069 Dresden

Bonn-Wiesbaden – Der Rheinsteig

Fantastische Rheinblicke von steilen, mit Wein bewachsenen Hängen aus dürfen Zwei- und Vierbeiner auf den insgesamt 23 Etappen dieses Fernwanderwegs erleben. Sie führen größtenteils am rechten Rheinufer entlang durch romantische Weinorte, vorbei an den für die Gegend typischen Burgen. Für den Anfang ist ein Teil der 1. Etappe empfehlenswert. Diese beginnt in Bonn, direkt zum Rheinufer und dem Fähranleger. Die Rheinnixe bringt die Wanderer bequem auf die andere Seite des Flusses. Von hier aus geht es immer am Rhein entlang. Die komplette Etappe umfasst 21 Kilometer und führt durchs Siebengebirge.

Anfahrt: Mit dem Auto bis Bonn, Rathenauufer, Ecke Erste Fährgasse, oder mit der Straßenbahn 16 bis zur Haltestelle Juridicum, von da aus zum Rhein hinuntergehen

Jetzt geht´s raus in die Natur
© Suzanne Eichel

Frankfurt – der Lohrberg

Nur aus der Ferne ist der Lärm der Großstadt noch zu hören, und wer den Lohrberg erklimmt, wird mit einem fantastischen Ausblick über Frankfurt belohnt. Mensch und Hund sollten unbedingt genug Zeit einplanen, denn es gibt hier einiges zu erkunden. Durch den Lohrpark geht es zunächst an einem kleinen Weinberg entlang zum Äppelhaus. Nach einer Rast in der Schänke und dem Besuch des Hofladens muss ein Stück auf dem Berger Weg zurückgelegt werden.

Anfahrt: Parkplatz Berger Weg, Lohrberg, Buslinie 30 oder 6, Haltestelle Heiligenstock

Stuttgart – Bärensee bis Birkenkopf

Ein Ausflug ins Stuttgarter Naherholungsgebiet ist wunderschön. Entlang der Gewässer Neuer See, Pfaffensee und den Heslacher Wasserfällen ist der Weg für Zwei- und Vierbeiner sehr abwechslungsreich. Am Fuße des Birkenkopfs angekommen, haben die Gassigänger die Wahl auf einem der Pfade um die Seen wieder zurückzulaufen oder den „Monte Scherbelino“ zu erklimmen. Der knackige Aufstieg wird mit einer traumhaften Aussicht auf Stuttgart belohnt.

Anfahrt: Wanderparkplatz an der Magstadter Straße am Neuen See

Nürnberg – das Schwarzachtal

Knapp sieben Kilometer lang ist eine Wanderung durch das landschaftlich reizvolle Schwarzachtal. Start ist die Waldschänke Brückkanal. Zunächst geht es viele Stufen hinab zur Schwarzachschlucht und dann immer am Fluss entlang. Die Tour ist durch kleine Höhlen, Stege und Brücken sehr abwechslungsreich. Den Wegweisern Richtung Schwarzenbruck folgen Mensch und Hund durch ein Tal, um dann den letzten Abschnitt zur Klamm zu meistern. Wer mutig ist, besucht die Gustav-Adolf-Höhle oder die Karlshöhle, die Hunde bleiben aber besser draußen. Oberhalb des Tales geht es wieder zurück.

Anfahrt: Waldschänke „Brückkanal“, Am Brückkanal 3, Feucht

München Ost – Ebersberger Forst

Der Ebersberger Forst im Osten der Landeshauptstadt München ist das größte geschlossene Waldgebiet Deutschlands und bietet entsprechend ausgedehnte Wander- und Radwege. Wildschweine und Rotwild sind im Forst besonders verbreitet, außerhalb der Ruhezone laufen sie den Besuchern aber nur selten über den Weg. Die aufgewühlten Flächen sind aber ein absolutes Schnupperparadies für die Fellnasen! Das Forsthaus Hubertus lockt hungrige Wanderer mit einem hervorragenden Restaurant und einem urigen Biergarten, und die Vierbeiner bekommen hier ebenfalls eine kleine Erfrischung gereicht.

Anfahrt: B 304 oder S3/S4 bis Eglharting – ab hier gibt es schöne Wanderwege durch den Forst; A 94 Richtung Passau bis Ausfahrt Forstinning, immer geradeaus auf der St 2080. Das Forsthaus Hubertus liegt zur Rechten und ist ausgeschildert.